Freitag, 26. August 2016

SCHÜSSE, DIE VON HERZEN KOMMEN ~ EIN FALL FR KATE O'HARE (4) - Janet Evanovich & Lee Goldberg

Quelle Goldmann


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  ~*~*~*~*~*~*~*~ INHALT ~*~*~*~*~*~*~*~

Nick Fox ist ein Gauner auf der Flucht und Kate O’Hare die FBI-Agentin, die ihm auf den Fersen ist – so die offizielle Version. In Wahrheit arbeiten die beiden zusammen, um Verbrecher festzunageln, denen mit herkömmlichen Methoden nicht beizukommen ist. Verbrecher wie Evan Trace. Der skrupellose Casino-Magnat nutzt seine Spielbank zur Geldwäsche. Unter seinen Kunden: Drogendealer, Diktatoren und Terroristen. Undercover schleusen sich Kate und Nick als schwerreiches Spielerpärchen ein und riskieren, um Trace das Handwerk zu legen, nicht nur Millionen von Dollar, sondern auch ihr Leben ... 
(Quelle Goldmann)

 ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~
 
Schüsse, die von Herzen kommen ist bereits der vierte Fall für Kate O'Hare und Nick Fox (die beiden Ebook-Kurzgeschichten nicht mitgerechnet). Jeder Band behandelt zwar im Prinzip einen in sich abgeschlossenen Fall, aber um die Protoagonisten und Nebenfiguren besser kennenzulernen und zu verstehen ist es sinnvoll, mit dem ersten Band Mit High Heels und Handschellen anzufangen. Und zu Beginn von Schüsse, die von Herzen kommen gibt es einige Anspielungen auf das Ende des vorherigen Bandes, die man ohne entsprechendes Vorwissen nicht versteht.

Ihr vierter Fall führt Kate und Nick nach Las Vegas, die Stadt der Kasinos. Klar, dass der Verbrecher, den sie dort stellen sollen, ebenfalls mit Kasinos zu tun hat. Evan Trace nutzt die Glücksspielhallen zur Geldwäsche, denn auch seine Kunden haben keine weiße Weste. Ob man noch in Las Vegas Urlaub machen möchte, wenn man liest, wer sich in den Kasinos so alles herumtreiben könnte...? Um Trace stellen zu können, schleusen Kate und Nick sich andercover ein. Als schwerreiches Spielerpärchen. Der Fall an sich ist bei diesen Romanen nie das Spannendste, es geht vielmehr um das Knistern zwischen Kate und Nick, um die Dialoge, die Situationskomik, und die Figuren an sich. Wie typisch ist es für die beiden, dass sie sich als Paar ausgeben müssen? In diesem Band gefällt mir auch das Setting besonders gut, aber vielleicht liegt es daran, dass ich im Moment selbst von einem Las Vegas Urlaub träume?

Auch in diesem Band habe ich mich wieder über ein Wiedersehen mit alten Bekannten gefreut. Eine meiner liebsten Nebenfiguren ist und bleibt Wilma "Willie" Owens, die 50-jährige Schrauberin, die einfach alles fahren und fliegen kann, sei es nun ein Auto, ein LKW, ein Boot oder ein Hubschrauber. Professionell gelernt hat sie nichts davon, sie folgt eher dem Learning by Doing Prinzip - am liebsten mit gestohlenen Transportmitteln. Wobei sie noch meist mitten in der Learning-Phase ist, wenn sie mit Kate und Nick zusammearbeitet.

"'Hast du schon einmal einen Hubschrauber geflogen?", wollte Kate wissen. 
'Ein- oder zweimal.'
'Also, was nun?"
'Kommt drauf an, Schätzchen. Zählt dieser Flug mit?'"
(Seite 9)

Auch Kates Vater Jack und der Möchtegernschauspieler Boyd sind wieder mit dabei. Eines jedoch war in diesem Band anders. Das Ende. Normalerweise genieße ich diese kurzen, humorvollen Romane und stelle sie danach in den Schrank, vergesse sie eigentlich, bis irgendwann der nächste Band erscheint. Nach Band 4 fällt mir das Warten nicht mehr so leicht, denn das Ende ist ... tja, wie soll ich es beschreiben? ... es ist fies. So richtig. Und der nächste Band ist noch nicht angekündigt. 



5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt 

~*~ Goldmann ~*~ 288 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-442-48104-0 ~*~ Taschenbuch ~*~ 8,99€ ~*~ 18. Juli 2016 ~*~ Aus dem Amerikanischen von Ulrike Laszlo  ~*~

Ein Fall für Kate O'Hare (bereits erschienen):

(Traummann auf Abwegen - Ebook Only Kurzgeschichte)
(Chaos Undercover - Ebook Only Kurzgeschichte)
 


IRLAND - Karl-Heinz Raach & Marion Voigt

Quelle Stürtz

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  ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~

Schon seit ich in der 9ten Klasse, im Rahmen einer Gruppenarbeit, eine Irlandreise zusammenstellen sollte, will ich dieses Land besuchen. Unsere Reise damals war völlig utopisch, 5-Sterne Hotels, Paintballspielen und am gleichen Tag den Giant's Causeway besuchen, jede Nacht woanders schlafen, Bootsausflüge, ... Welche Neunklässlerin kann sich soetwas schon leisten? Doch auch jetzt, viele, viele Jahre danach, übt Irland noch seinen Reiz auf mich aus. Irgendetwas hat dieses Land an sich, das mich schon verzaubert, wenn ich mir nur ein paar Fotos ansehen. Fotos wie aus diesem Bildband, den ich euch heute vorstellen möchte. 

Quelle & Cioyright: Stürtz / Karl-Heinz Raach & Marion Voigt
Marion Voigt erzählt in ihren Texten, was Karl-Heinz Raach mit seinen Bildern ausdrückt: sie beide erzählen von einem Irland, das zwei Welten miteinander vereint, Magie und Moderne. Da ist einmal die keltische Vergangenheit mit ihren Druiden und Mythen, da ist der Aberglaube an Feen und Kobolde, da ist die Übernahme durch die christliche Kirche. Da sind die Wikinger und auch die Pest. Und auf der anderen Seite sind da die Teilung des Landes in Nord- und Südirland, der Versuch der Selbstbestimmung, die Unabhängigkeit von England, und dem Status von Irland als beliebtes Touristenziel. Romantik prallt auf Moderne. 

Dieser Irland Band ist deutlich textlastiger als viele andere Bildbände, die ich bisher betrachtet und besprochen habe. Er vermittelt nicht nur visuelle Eindrücke, sondern auch unfassbar viele Informationen. Zur frühen und späten Geschichte, zur Gegenwart, zu Land und Leuten, zu Bräuchen und Veränderungen. Es ist kein Reiseführer, keine Sorge, es ist nicht mal ein Reisebericht. Aber es ist ein sehr informativer Bildband. Der Fokus der Bilder liegt allerdings mehr auf den Menschen, der Kultur und der Architektur. Reine Landschaftsaufnahmen, ohne Touristen oder Einheimische, gibt es kaum in diesem Band, was ich etwas schade finde. Da hätte ich mir - in den Fotos - etwas mehr Magie und etwas weniger Moderne gewünscht. 

Ansonsten ein wirklich informativer Bildband mit hübschen Fotos, bei dem man viel über Irlands Geschichte erfährt. 



~*~ Stürtz Horizont ~*~ 160 Seiten ~*~ 226 Abbildungen ~*~ ISBN: 978-3-8003-4473-4 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 24,95€ ~*~ Format 24 x 30 cm ~*~ 30. Juni 2016 ~*~




Donnerstag, 25. August 2016

WONDERLAND - Christina Stein

Quelle Fischer

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 ~*~*~*~*~*~*~*~ INHALT ~*~*~*~*~*~*~*~

"Thailand. Sonne, Palmen, eine Villa direkt am Strand. Der perfekte Urlaub! Doch als Lizzy am Morgen nach einer Strandparty aufwacht, ist sie gefangen. Mitten im Dschungel, mit ihren besten Freunden – und mit Jacob. Jacob, den keiner von ihnen richtig kennt, und der sie auf diese verdammte Strandparty eingeladen hat. Nur wegen ihm sind sie in einem Reality Game gelandet, in dem es nur schwarz oder weiß gibt, verlieren oder gewinnen, opfern oder geopfert werden.
Wer sind die Player in diesem Spiel? Was haben sie vor? Und welche Rolle spielt eigentlich Jacob? Lizzy hat keine Ahnung. Sie weiß auch nicht, wie lange sie ohne ihre Herzmedikamente überleben kann. Sie weiß nur eines: Die Gruppe muss bis morgen entscheiden, wer von ihnen das nächste Opfer sein wird … "

 ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~

Wonderland bietet eine spannende, aber keinesfalls innovative Idee. Man denke nur an Bücher wie Die Tribute von Panem oder Filme wie The Cube. Menschen, die gegen ihren Willen in einer Art Arena eingesperrt sind und gegeneinander kämpfen müssen oder ähnliches. Jedenfalls darf es am Ende nur einen Überlebenden geben, wenn überhaupt. Dennoch, es war die Grundidee, die mich an Wonderland gereizt hat, so ein Buch hatte ich schon lange nicht mehr. Doch nach den ersten 40 Seiten war ich so genervt, dass ich das Buch schon wieder weglegen wollte. Sogar weggelegt habe. Dann meldete sich mein Pflichtbewusstsein: "Du kannst keine Rezension schreiben, wenn du nur 40 Seiten gelesen hast." Also habe ich mich weitr gequält, bis zum Ende.
Der Hauptstörfaktor in diesem Roman ist der Schreibstil. Die Sätze sind furchtbar lang, dabei aber nicht grammatikalisch geschickt verschachtelt, sondern einfach ohne Punkte aneinandergereiht. Es ist ein atemloser Schreibstil, der vielleicht die rasenden Gedanken der Ich-Erzählerin wiedergeben soll (dochwieso sollte sie schon bei einer Poolparty rasende, panische Gedanken haben?), aber es liest sich einfach nicht flüssig. Es ist eine unsortierte, unstrukturierte Sprechsprache, ein loser Umgang mit der Syntax, bei dem sich die Nackenhaare eines jeden Linguisten senkrecht stellen. Im Laufe meines Literaturstudiums bin ich für so manche sprachlichen Exprimente offener geworden und mein Geschmacksspektrum hat sich stark vergrößert. Ausgereifte Prosasprache ist das hier in meinen Augen aber nicht und auch nach hundert Seiten konnte ich mich nicht in die Geschichte fallen lassen. Dafür war das Lesen selbst viel zu anstrengend.

"Und während du diese Abfolge wahrnimmst, kannst du gar nichts machen, rein gar nichts, allenfalls noch die Metallbuchstaben über dem Tor anstarren: Ein Opfer macht frei, wir sollen alle zwei Tage einen von uns opfern, uns überlegen, wer das sein soll, was soll diese Scheiße, wie soll das gehen, ich will keinen opfern, meine Freundinnen schon gar nicht, das macht alles Mögliche mit mir, nur frei macht es nicht." 
(Seite 37)

Irgendwann wechseln dann auch die Perspektiven. An sich eine schöne Idee, aber auch hier hapert es an der Umsetzung. An der Sprache kann man ein bisschen erkennen, dass jetzt ein anderer Ich-Erzähler spricht, es ist dann etwas weniger atemlos als bei Liz, die Sätze sind angenehmer zu lesen. Dennoch habe ich den Moment des Erzählerwechsels immer wieder verpasst und musste ständig zurückblättern, weil er - abgesehen von der leicht veränderten Erzählweise - in keinster Weise angekündigt wurde. Immer wieder musste ich mich fragen: Wer erzählt da eigentlich grade? Aber eigentlich war es mir irgendwann, letztendlich, auch egal.

Es ist aber nicht nur der punktlose Schreibstil an sich, der bei mir einen Lesefluss verhindert hat. Es war auch die Wortwahl der Erzähler. Obwohl Liz eine Ich-Erzählerin ist, redet sie ständig von "man" und "du", also völlig unpersönlich. Das Beispielzitat oben ist kein besonderes, so ist wirklich der ganze Roman geschrieben. Dazu kommen ständig irgendwelche wahllos eingestreuten englischen Phrasen wie "The doctor is in / out". Mal kursiv geschrieben, mal in normaler Schrift. Worin der Unterschied liegt? Keine Ahnung, ein Muster konnte ich da nicht erkennen. Vermutlich sollen diese englischen Phrasen Liz und die anderen cool und hip erscheinen lassen. Ich fand sie völlig fehl am Platz. Wer redet, nein, wer denkt schon so? Es liest sich gewollt, künstlich.

Auch haben einige der Figuren Spitznamen, die aber nicht konsequent benutzt werden. So nennt die Ich-Erzählerin Liz (im Laufe des Fließtextes, Dialoge lasse ich einmal außen vor) eine Person A zuerst Leonardo und drei Sätze weiter Colin und fünf Sätze weiter diCabrio. Das passiert so oft, dass ich mich fragte: Sind das jetzt doch zwei oder drei verschiedene Figuren? Aber nein, am Anfang wurde erklärt, dass Colin wie Leonardo DiCabrio aussieht und er deshalb diesen Spitznamen weg hat. Diese inkonsequente Betitelung einer Figur, gerade wenn eine Ich-Erzählerin sie nutzt, sollte vermieden werden. Das macht die Ich-Erzählerin noch unauthentischer als sie ohenhin schon ist. 

Ich habe mich wirklich bemüht, etwas Positives an diesem Roman zu finden, ihm zumindest eine faire Chance zu geben und ihn nicht gleich abzutun. Aber welche Vorzüge der Plot auch immer bieten mag, für meinen Geschmack gibt es einfach zu viele Mängel und ich konnte diesen Roman nicht genießen.

Nachtrag: Beim Eintragen der Rezension in meine Rezensionen von A bis Z Liste habe ich gesehen, dass ich 2013 schon einmal ein Buch von Christina Stein gelesen habe: das Jugendbuch Stumme Angst. Auch das hat mir, vor allem aufgrund des eigenwilligen Schreibstils, nicht gefallen.



2,5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 0 Punkte

~*~ Fischer ~*~ 384 Seiten ~*~ ISBN:  978-3-7335-0289-8 ~*~ Paperback ~*~ 12,99€ ~*~ 25. August 2016 ~*~ 

LAS VEGAS ~ MARCO POLO - Sabine Stamerhttp://booksandbiscuit.blogspot.de/2016/08/las-vegas-baedeker-smart-ole-helmhausen.html

Quelle Mairdumont


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  ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~
 

Gestern habe ich euch bereits den Baedeker Smart Las Vegas Reiseführer vorgestellt, der mich restlos begeistert hat. Da ich mich vorab aber gerne gründlich informiere und nicht auf eine einzige Quelle verlassen, habe ich mir den Marco Polo Las Vegas Reiseführer gleich mitbestellt. 

Marco Polo hat sich - nicht nur in diesem - Reiseführer unter anderem auf Insider-Tipps und eine Touren-App spezialisiert. Letztere lässt sich problemlos über den QR-Code auf der ersten Seite herunterladen. Der Download geht schnell und man kann sofort die ihm Reiseführer angegebenen Touren aufs Handy laden, sodass man das Buch zuhause oder im Hotel lassen kann. Ganz schön praktisch, wenn man unterwegs Gewicht sparen möchte. Dadurch, dass man die Touren vorab herunterladen kann, benötigt man vorort auch keine Internetverbindung. (Übrigens kann man in der App die Touren aus JEDEM Marco Polo Reiseführer herunterladen, der dafür ausgestattet ist, nicht nur die des gekauften Reiseführers.)

Die ersten Seiten des Reiseführers sind thematisch sortierte Listen. Alles, was dort angesprochen wird, wird im weiteren Verlauf ausführlich vorgestellt (die jeweiligen Seitenzahlen sind angegeben). Zu Las Vegas finden sich 15 Insidertipps, 6 Best Of Sparen, 7 Best Of Typisch, 6 Best Of Wetter und 6 Best Of Entspannt. Dahinter verbergen sich vor allem Hotels, Poollandschaften, Kasinos, Shoppingmalls und Shows. 


Quelle und Copyright: Mairdumont
Im darauf folgenden Auftakt erfährt man einiges zur Geschichte von Vegas. Die Entwicklung der Kasinos, die Probleme mit der Dürre, der Einfluss der Mafia, Die Doppelseite Im Trend stellt Trends aus fünf Kategorien vor: Fast Food, Sportlich, Schöner Reisen, Kunst und Viva Las Vegas. Eigentlich hätte diese Doppelseite besser unmittelbar hinter die anderen Listen gepasst. Der nächste Abschnitt Fakten, Menschen & News würde inhaltlich perfekt an den Auftakt anschließen, denn er befasst sich erneut mit der Geschichte und der Gegenwart von Las Vegas. Themen sind hier vor allem Architektur, Energie und Wasser, Prostitution, Schwarzes Vegas, Sicherheit und The Rat Pack. In diesem Abschnitt wird auch behauptet, dass Las Vegas tagsüber langweilig ist und man eigentlich nicht viel machen kann außer am Pool zu liegen oder die Stadt zu verlassen, was ich so nicht bestätigen kann. Es gibt beispielsweise einen Zoo, ein Aquarium, jede Menge Shoppingmöglichkeiten, eine Art Schokoladenmuseum, den Adventure Dome (ein Indoor-Freizeitpark mit jeder Menge Achterbahnen) und Achterbahnen an diversen Hotels. Nichts davon würde ich abends / nachts machen. 

De eigentliche Reiseführeraspekt mit Sehenswürdigkeiten, Restaurantstipps, etc hat eine in meinen Augen eher ungünstige Aufteilung. Sicherlich ist sie sinnvoll, aber es ist nicht die, die ich bevorzuge. Der gestern besprochene Baedeker Smart Reiseführer gliedert Las Vegas in Abschnitte, die man an einnem Tag erkunden kann, und präsentiert innerhalb dieser Abschnitte Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels und Bars, sodass alles nah beieinander liegt. Der hier vorliegende Marco Polo Reiseführer gliedert die Tipps dagegen in Sehenswertes, Essen & Trinken, Einkaufen, Am Abend und Übernachten. Man müsste sich seine Touren also selbst zusammenstellen und immer wieder schauen, welches Restaurant in der Nähe von welcher Sehenswürdigkeit oder ähnlichem liegt. Manche mögen es so, ich bevorzuge die Baedeker-Variante. 


Quelle und Copyright: Mairdumont
Der Abschnitt Las Vegas Special widmet sich zwei Themengebieten: dem Gambling (Zocken) und dem Heiraten. Neben allgemeinen Informationen bekommt auch nützliche Tipps - etwa immer einen Ausweis im Kasino bei sich zu haben. Die darauf folgenden vier Erlebnistouren sind das, was man auch über die App bekommt. Die erste davon ist "Las Vegas perfekt im Überblick" und versucht, Vegas an einem einzigen Tag zu erkunden. Die Zeiten dafür sind allerdings nicht nur sehr grob, sondern auch sehr knapp bemessen. Die anderen drei Touren finden außerhalb der Stadt statt: "Im Tal des Todes", "Grand Canyon und Route 66" und "Ins Canyonland von Utah", wobei für letztere ganze 4 Tage angesetzt sind. 

Auf den letzten Seiten finden sich eine Übersicht der Events, Feste & mehr sowie Links, Blogs, Apps & Co, Praktische Hinweise (Anreise, Einreise, Internet, Maße und Größen, Mietwagen, Gesundheit. Geld, öffentliche Verkehrsmittel, Zoll, Zeitzone, Trinkgeld, etc), ein englischer Sprachführer, ein Cityatlas, ein Straßenregister, eine Kartenlegende und - auf der letzten Seite eigentlich viel zu spät - das Bloß nicht!. Eine herausnehmabre Faltkarte gibt es natrlich auch. 

Der Marco Polo Las Vegas ist ein guter und aktueller Reiseführer, reich bebildert und voller nützlicher Informationen. Von der thematischen Aufteilung her gefällt er mir aber nicht so gut wie beispielsweise der Baedeker Smart Las Vegas und er ist deutlich weniger umfangreich.



~*~ Marco Polo by Mairdumont ~*~ 136 Seiten ~*~ ISBN: 9783829728171 ~*~ Paperback ~*~ mit Faltkarte ~*~ 12,99€ ~*~ Format 10,9 x 19,0 cm ~*~ Januar 2016 ~*~ 
 






Mittwoch, 24. August 2016

NIEMAND SIEHT MICH KOMMEN - Lisa Scottline

Quelle Aufbau

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  ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~
 

In Dr. Eric Parrishs Leben lief bislang alles gut. Er ist Chef der psychiatrischen Abteilung des HGH, das gerade auf Platz 2 der besten Krankenhäuser gewählt wurde. Er hat eine wunderschöne siebenjährige Tochter, die ihn liebt. Von seiner Frau hat er sich zwar getrennt, aber man weiß ja nie, und zumindest gibt es noch das gemeinsame Haus. Es läuft nicht alles perfekt, aber er ist glücklich. Bis er zur Zielscheibe wird. 

Niemand sieht mich kommen wird aus zwei Perspektiven erzählt. Es beginnt mit der Ich-Perspektive eines selbst erklärten Soziopahten, der immer wieder darüber philosophiert, wie schlau er ist und wie sehr er unterschätzt wird und wie leicht es ihm fällt, andere zu täuschen und dass er einen Plan entwickelt hat, Dr. Parrish zu zerstören. Nicht aus Rache. Für ihn ist es ein Spiel und wenn dieses Spiel beendet ist, beginnt er das nächste. 

"Ich bin ein Soziopath. Ich sehe ganz normal aus, bin es aber nicht. Ich bin intelligenter, besser und freier, denn ich werde weder von Regel, Gesetzen oder Gefühlen beschränkt, noch von Respekt vor dir."
Seite 7

Die zweite Perspektive ist die von Dr. Parrish, allerdings nicht als Ich-Erzähler. Die meiste Zeit über folgen wir ihm und müssen mit ansehen, wie er durch scheinbar zufällige Ereignisse alles verliert. Es wirkt wie eine Pechsträhne, und wenn wir nicht wüssten, dass jemand dahintersteckt, würden wir auch nicht an eine kriminelle Tat glauben. Ich kann nicht erzählen, was ihm alles passiert, um nicht zu spoilern (der Klappentext verrät für meinen Geschmack schon zu viel). Ich kann nur verraten, dass das Pech nicht nur einen Bereich seines Lebens betrifft, sondern alle. Job, Kollegen, Tochter, Ex-Freundin, Freundin. Alles rutscht ihm aus den Finger und je mehr er sich anstrengt, seine Unschuld zu beweisen, desto fester zieht sich die Schlinge zu. Jemand hat sich fest vorgenommen, ihn zu zerstören. Und dieser jemand ist ihm immer drei Schritte voraus. 

Niemand sieht mich kommen hat mich durch seine Mischung überzeugt. Eric Parrish ist nicht nur das Opfer eines Soziopathen, er versucht auch in einem Mordfall selbst zu ermitteln - was alles nur noch schlimmer macht. Dieser Roman vermischt Thriller-, Psychothriller- und Krimi-Elemente miteinander. Ich muss sagen, ich habe schon lange keinen Thriller mehr gelesen, der mich so gut unterhalten hat und obwohl das gewisse Etwas gefehlt hat, um aus "fesselnd" auch "geht unter die Haut" zu machen, bin ich begeistert. Nur das Ende... 

Tja, das Ende hat meine Euphorie ein bisschen gebremst. Lässt sich Lisa Scottline zu Beginn noch Zeit, Eric Parrish zu zerstören, geht am Ende plötzlich alles Schlag auf Schlag. Was mir gefehlt hat, ist der richtige Höhepunkt, es war zu schnell. Und obwohl auf den letzten Seiten noch einmal eine Wendung kommt, brachte diese keine Überraschung mehr, weil ich es vorher schon wusste. Zudem passt die Erklärung des Soziopathen, warum er das alles getan hat, plötzlich nicht mehr zu dem, was er uns in der Ich-Perspektive weiß machen wollte. Natürlich hat er gesagt, er würde auch uns Leser täuschen. Aber diese Wendung um 180° kam mir nicht clever vor, sondern unlogisch. Ich kann auch hier nichts verraten, aber vielleicht hilft es denjenigen, die den Thriller schon gelesen habe, wenn ich ein Stichwort nenne: Emotionen.
 
Diese letzten 50 Seiten sind irgendwie zu übereilt und wirken schrecklich konstruiert. Als hätte Scottline es plötzlich eilig gehabt, den Roman zu beenden. Auf diesen letzten 50 Seiten hätte ich mir noch etwas mehr Rafinesse gewünscht. 

  


4,5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt

 ~*~ Rütten & Loening ~*~ 416 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-352-00884-9 ~*~ Paperback ~*~ 14,99€ ~*~ 17. Juni 2016 ~*~ Übersetzt von Kathrin Bielfeldt ~*~
  

LAS VEGAS ~ BAEDEKER SMART - Ole Helmhausen / Bobby Katz / Kristin Tilford / Amanda Statham

Quelle Mairdumont
 
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  ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~
Las Vegas. Wer denkt da nicht als erstes an Spielkasinos und Neonschilder, an Glamor und Shows und an pompöse Hotels? Wäre das nicht toll, einmal die persönliche Lieblingsband dort live zu erleben, anschließend durch die Themenhotels mit ihren Kasinos zu schlendern und den Abend in einer Eisbar oder einer Dschungelbar ausklingen zu lassen? Aber Las Vegas ist ganz schön weit weg und nur für einen einzigen Abend lohnt sich der Flug nicht. Was also kann man da schon tun, außer zu zocken? Viel, verrät der Baedeker Smart Las Vegas Reiseführer. Sehr viel. 

Quelle & Copyright: Mairdumont
Was mir an der Reihe Baedeker Smart immer wieder gut gefällt, ist die Aufteilung des Reiseführers. Er beginnt immer mit einer Auflistung der Top 10 Sehenswürdigkeiten, die später genauer vorgestellt werden.  Danach kommt das Magazin, in dem Grundlegendes zum Reiseziel vorgestellt wird. Im Fall von Las Vegas erfahren wir etwas über die Geschichte und den Ruf von Vegas (und über die Mafia), wir lesen über riesige Golfanlagen mitten in der Wüste und erfahren, welche Aktivitäten und Ausflüge rund um Vegas möglich sind. Einen kleinen Guide zum Thema "Glücksspiel" gibt es auch. Hier werden die Spiele samt ihren theoretischen Gewinnchancen vorgestellt und ein kleines Zockerglossar gibt es auch. Natürlich werden hier auch Themenbereiche wie Shopping, Shows, Essen und - wie könnte es anders sein? - Hochzeiten angesprochen.

Nach diesem Magazin, das schon einen ziemlich guten Eindruck von Las Vegas vermittelt, folgt das Kapitel "Erster Überblick". Wie kann ich Las Vegas erreichen, wie bewege ich mich dort am besten fort, wo kann ich wie übernachten, welche Preiskategorien gibt es beim Essen, wo kann ich shoppen und wo abends ausgehen, welche Shows lohnen sich und wie läuft das mit dem Trinkgeld in Las Vegas?

Im Anschluss daran - und das gefällt mir am besten - folgen 5 Touren, die so aufgebaut sind, dass man eine pro Tag erleben kann. Diese 5 Touren sind: 

  1. Von Russell Road bis Tropicana
  2. Von Tropicana bis Flamingo
  3. Von Flamingo bis Spring Mountain
  4. Von Spring Mountain bis Fremont
  5. Downtown

Jede dieser 5 Touren ist gleich geliedert. Sie beginnt mit einer ersten Orientierung, in der die zu Beginn vorgestellten "Top 10" Sehenswürdigkeiten aufgelistet werden, die auf dieser Route liegen. Dazu kommen die Kategorien "Nicht verpassen" und "Nach Lust und Laune" samt eines Kartenausschnitts. Auch die sehenswertesten Hotels auf dieser Strecke werden kurz porträtiert.
Der zweite Teil nennt sich "An einem Tag". Hier findet man einen Vorschlag, wie man seinen Tag gestalten könnte, wenn man diese Planung nicht selbst übernehmen will. Es beginnt immer am Morgen mit einem Frühstück und endet am späten Abend mit einer Show oder ähnlichem. Wie realistisch die angegebenen Zeiten sind, kann ich noch nicht sagen. All die in diesem Ablauf und auf der Seite "Erste Orientierung" vorgestellten Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants, Shows, etc werden anschließend ausführlich vorgestellt. Hier finden sich nicht nur allerhand Informationen, sondern auch die Aresse, Öffnungszeiten un Eintrittspreise in Dollar. Allerdings sind einige Preise schon jetzt nicht mehr aktuell, obwohl der Reiseführer von Januar 2015 ist. Auf die angegebenen Preise sollte man sich also nicht unbedingt verlassen, sondern lieber selber noch einmal recherchieren.

Spannend finde ich  bei den Touren auch den "Baedeker Tipp". Hier erfährt man beispielsweise, dass man im Shark Reef die Tiere nicht nur beobachten, sondern teilweise auch füttern kann - Rochen und Zebrahaie, etwa. Oder wo die besten Plätze sind, um ein Spektakel wie die Bellagio Fountain zu beobachten. Auch die unter "Nach Lust und Laune" angesprochenen Sehenswürdigkeiten werden noch einmal ausführlicher vorgestellt. Im Anschluss folgt noch ein Abschnitt "Wohin zum ... Essen und Trinken / Einkaufen / Ausgehen" mit Tipps aus verschiedenen Preiskategorien.

Quelle & Copyright: Mairdumont
Mit den Touren ist der Reiseführer aber noch nicht zuende. Wie bereits zu Beginn der Rezension angesprochen, lohnt es sich auch, die Stadt einmal zu verlassen. Die besten Ausflüge zum Red Rock Canyon, Lake Mead & Hoover Dam, Valles of Fire, Mount Charleston und zum Grand Canyon werden ebenfalls präsentiert. Auch hier gibt es Informationen rund um Eintrittspreise und Entfernungen, sowie Tipps für einen reibungslosen Ablauf. 

Der letzte Abschnitt des Reiseführers stellt noch einmal zwei besondere Las Vegas Touren zusammen, die geographisch nicht nah beieinande sind wie die ersten 5, sondern die sich einem bestimmen Thema widmen. Die ersten nennt sich "Nass und wild" und befasst sich mit allen Hotels mit Wasser- oder Feuerthema, mit dem Aquarium und dem Zoo, sowie dem Adventure Dom und den diversen anderen Achterbahnen in Vegas. Die zweite heißt "Las Vegas - beinahe umsonst" und stellt einige kostenlose oder kostengünstige Attraktionen für Low Budget Reisende vor. 


Ich habe schon einiges online zu Las Vegas recherchiert, und alles, was mich interessiert, finde ich auch in diesem Reiseführer wieder. Das, und noch einiges mehr. Aber anders als im Internet sind die Informationen hier schön geliedert, bilden Tagestouren, überzeugen durch viele Informationen und Fotos. Dazu kommt der praktische Cityplan zum Falten.

Der Baedeker Smart hat mich restlos überzeugt und ich weiß nicht, ob ich einen anderen Las Vegas Reiseführer finden werde, der mir noch besser gefällt. Er ist einfach perfekt.



~*~ Baedeker by Mairdumont ~*~ 212 Seiten ~*~ ISBN: 9783829733311 ~*~ Ringbindung ~*~ mit Cityplan ~*~ Format 12,4 x 20,5 ~*~ Januar 2015 ~*~

Dienstag, 23. August 2016

MY WAY REISETAGEBUCH ~ DSCHUNGEL - Ralf Christofori

Quelle Mairdumont

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  ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~


Souvenirs aus dem Urlaub gesammelt habe ich eigentlich schon immer; Postkarten, Eintrittskarten, Quittungen, Fotos, Münzen. Eine zeitlang, Anfang der 2000er, habe ich auch Reisetagebuch geführt, damit aber schnell wieder aufgehört. Warum weiß ich gar nicht so genau. Beim gründlichen Ausmisten ist mir das Reisetagebuch wieder in die Hände gefallen und ich habe mir fest vorgenommen, damit wieder anzufangen. Was gibt es Schöneres, als besondere Reisemomente und witzige Anekdoten schriftlich festzuhalten? Allerdings ist es gar nicht so leicht, das richtige Reisetagebuch zu finden. 

Das erste Reisetagebuch, das ich austesten möchte, ist aus der Reihe My Way von Marco Polo. Hier gibt es verschiedene Designs, ich habe mich für Dschungel entschiedene. Das Tagebuch hat ein handliches Format, der Einband ist flexibel und lässt sich mit einem Gummi zusammenhalten. Inhaltlich ist es so aufgebaut, das es für eine einzige Reise gedacht ist. Auf der ersten Seite kann man eintragen wann man mit wem wohin gereist ist, danach folgen 8 Seiten auf denen man einen Reiseplan erstellen, seine Packliste aufschreiben oder seine Miteisenden vorstellen kann. Diese Seiten sind bläulich und blanko. Danach folgen ca. 134 Seiten, auf denen man seine Reiseerlebnisse niederschreiben kann. Die Seiten sind gepunktet, das heißt weder liniert noch karaiert, sondern nur durch quadratisch angeordnete Punkte strukturiert. Ein guter Kompromiss, wie ich finde. Im Anschluss kommen noch einmal 6 Seiten mit der Überschrift Nach der Reise. Hier kann man wohl Vorsätze oder Pläne für die nächste Reise eintragen, ich glaube aber nicht, das ich diesen Teil benutzen würde.

Im Anschluss an die Tagebuchseiten finden sich einige runde Sticker, die für den Reisebericht genutzt werden können. Auch diese sind in die Themengebiete Vor der Reise, Auf Reisen und Nach der Reise gegliedert. Hier finden sich neben Daumen-Hoch, Herzen, Sternen und Smilies von glücklich bis traurig vor allem Möglichkeiten, den Reisebericht zu gliedern oder ihm Überschriften zu verpassen. Da gibt es beispielsweise "Meine peinlichsten Auftritte" oder "Meine schönsten Momente" oder "Meine Reisebegleiter". In der hinteren Umschlagklappe ist ein bisschen Platz für gesammelte Tickets und Karten. 

Ich bin noch nicht sicher, ob diese Art des Reisetagebuchs wirklich für mich geeignet ist. Ich klebe immer sehr viel ein, wodurch das Buch natürlich entsprechend dicker wird und meist bricht der Buchrücken dabei. Der Einband wird zwar sehr flexibel, eine Ringheftung mit herausnehmbaren Blättern wäre für mich aber vermutlich passender  Am meisten stört mich jedoch, dass das Buch nur für eine einzige Reise ausgelegt ist. In letzter Zeit mache ich keine großen, mehrwöchigen Reisen mehr, sondern viele kleine, immer nur ein paar Tage. Da erlebe ich zwar auch viel, aber nicht genug, um jedes Mal 134 Seiten mit Text zu füllen. Würde ich jedes Mal für vier oder fünf Tage so ein Reisetagebuch kaufen, wäre mein Schrank sehr schnell voll und ein Großteil der Seiten in den Büchern würde ungenutzt bleiben. Für mich wäre eines praktischer, in dem ich beliebig viele Reisen eintragen kann - zumindest alle Reisen eines Jahres.

Ich denke, das Marco Polo My Way Reisetagebuch ist sicherlich ein schönes Reisetagebuch, aber es ist eher für Reisende gedacht, die eine einzelne große Reise planen und sehr viel schreiben, dafür aber weniger Eintrittskarten, Postkarten & Co sammeln. Für Reisende wie mich, die immer nur ein paar Tage weg sind, dafür aber mehrmals im Jahr, und die sehr viele Dinge einkleben oder einheften wollen, ist es eher weniger geeignet. 




~*~ Marco Polo ~*~ 160 Seiten ~*~ ISBN:  9783829731577 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~ Format 12.4 cm x 18.8 cm ~*~ April 2016 ~*~


Wem diese Art des Tagebuchs zusagt, aus der Reihe My Way von Marco Polo gibt es auch noch die Designs (v.l.n.r.): Passport, Beach und CityMap.


 






Sonntag, 21. August 2016

ZWISCHEN DIR UND MIR DIE STERNE - Darcy Woods

Quelle Fischer
 
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 ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~

Laut ihrem Horoskop hat Wilamena genau 22 Tage, um die Liebe ihres Lebens kennenzulernen. Wenn ihr das nicht gelingt, muss sie 10 Jahre auf die nächste Chance warten. Und welches Teenagermädchen will das schon? Die Sterne scheinen auf ihrer Seite zu sein, als sie Seth Walker begegnet. Gut aussehend, charmant, an ihr interessiert - und Schütze! Ihr perfektes Gegenstück. Wäre da nicht Grant, zu dem sie ebenfalls starke Gefühle entwickelt. Aber sein Sternzeichen sind die Fische und ihre Mutter hat Mena genau davor gewarnt... 

"Seit meine Mutter mein Horoskop erstellt hat, bin ich kein einziges Mal davon abgewichen. Denn eines weiß ich mit Sicherheit: Mein Lebensweg ist mir vorherbestimmt, er ist so unveränderlich wie meine Gene, wie die blaue Farbe meiner Augen. Eine andere Richtung einzuschlagen, ist keine Option." 
(Seite 8)

Unsere Ich-Erzählerin Wilamena ist besessen von Astrologie, denn es ist das einzige, das sie noch mit ihrer toten Mutter verbindet. Sie richtet ihr ganzes Leben nach den Sternen aus und folgt lieber dem Rat einer Wahrsagerin als ihrem Herzen. Wenn sie ihr Glück finden möchte, muss sich das schleunigst ändern. Genauso sympathisch wie Mena, aber eigentlich viel interessanter ist ihre russische beste Freundin Irina. Sie ist zu meiner Lieblingsfigur in diesem Roman geworden. Ich hätte mir gewünscht, dass auch Seth und Grant so lebendig beschrieben werden wie sie, denn leider bleiben die beiden männlichen Protagonistin sehr eindimensional. Ich konnte eigentlich nur am Namen unterscheiden, mit wem Mena gerade spricht - und an der Kleidung der Jungs. Hier wäre es schön gewesen, wenn die Unterschiede noch deutlicher herausgearbeitet worden wären. 

Für geübte Leser bietet Zwischen dir und mir die Sterne keine Überraschungen. Wer genug Romane aus dem Genre gelesen hat, der weiß, wie die Dreiecksgeschichte endet und der kann auch vorhersagen, was Mena in bestimmten Situationen passieren wird (Stichwort: Kuss im Labyrinth, beispielsweise). Nun ist Zwischen dir und mir die Sterne aber kein Roman für geübte Leser, sondern eine Liebesgeschichte für Teenagermädchen. Die Altersempfehlung des Verlages liegt bei 14 Jahren, ich würde es schon ab 12 freigeben, da es eine wirklich süße, humorvolle und durch und durch harmlose Geschichte ist. Nur die Sprache ist mir zwischendurch etwas zu flapsig und nimmt der Geschichte irgendwie einen Teil ihrer romantischen Stimmung.

Zwischen dir und mir die Sterne erfindet das Genre der Liebesromane für Teenager nicht neu, aber es bietet eine kurzweilige, süße Geschichte, die den Leser gut unterhält.


 

3 von 5 Punkten

 Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

~*~ Sauerländer by Fischer ~*~ 384 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-7373-5399-1 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 16,99€ ~*~ Aus dem Amerikanischen von Astrid Becker ~*~ 25. August 2016 ~*~