Sonntag, 18. Februar 2018

REMEMBER MIA - Alexandra Burt

Quelle dtv


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 ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~


Estelle Paradise wacht nach einem Autounfall mit scherer Kopfverletzung im Krankenhaus auf. Nur langsam kehren ein paar Erinnerungen zurück. An ihre 7 Monate alte Tochter Mia etwa, die seit dem Unfall vermisst wird. Ihr Ehemann wirkt kalt und abweisend, statt sich Sorgen um seine Frau zu machen, verlangt er zu wissen, was sie ihrer Tochter angetan hat. Zuerst fragt man sich als Leser, warum Jack seiner Frau etwas so Grausames unterstellt. Doch dann erzählt Estelle von den ersten Monaten mit Mia und langsam beginnt man, zu begreifen. 

Estelle war keine glückliche Mutter und Mia kein glückliches Kind. Das Baby hat den ganzen Tag geschrien, egal, was Estelle auch getan hat. Weder mit Aufmerksamkeit, noch Essen oder Gehaltenwerden war sie zu beruhigen, sie hat einfach immer geweint und Estelle damit ganz langsam an den Rand der Verzweiflung getrieben. Und als Leser fragt man sich immer stärker: hat sie ihr Baby umgebracht?

Remember Mia ist ein überaus cleverer Psychothriller, denn man zweifelt an der Glaubwürdigkeit der Protaginistin, sucht nach versteckten Hinweisen auf eine grausame Tat, stellt jedes Wort infrage und wartet auf weitere Erinnerungen, die enthüllen, was tatsächlich passiert ist. Und worum es hier wirklich geht, darauf wäre ich nie gekommen. Remember Mia hat mir keine Chance zum Luftholen gegeben und immer, wenn ich dachte, die Geschichte durchschaut zu haben, überraschte sie mich mit einer neuen Wendung. Nicht einmal das Ende ist so, wie ich es kurz vorher erwartet habe. 

Remember Mia ist ein packender und nervenaufreibender Psychothriller, den ich in nur zwei nächten Verschlungen habe, weil ich unbedingt wissen musste, was wirklich mit der kleinen Mia passiert ist und ob es für die junge und kaputte Familie ein Happy Ending geben kann oder nicht. 





~*~ dtv ~*~ 384 Seiten ~*~ 978-3-423-21709-5 ~*~ Taschenbuch ~*~10,95€ ~*~ Deutsch von Susanne Goga-Klinkenberg ~*~ 12. Januar 2018 ~*~


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Mittwoch, 14. Februar 2018

DIE ARTHROSE-LÜGE - Dr. med. Petra Bracht & Roland Liebscher-Bracht

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Quelle Goldmann


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  ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~



Ich selbst habe glücklicherweise noch keine Arthrose, obwohl ich mit meinen 27 Jahren schon recht viele Probleme mit schmerzenden Gelenken habe, seien es nun Nacken, Rücken oder Finger. Aber deshalb habe ich dieses Buch nicht bestellt. Ich habe mich mit dem Thema beschäftigt, weil in meiner Familie einige Mitglieder mit Arthrose im Knie und der Hüfte zu kämpfen haben und bei der einen oder anderen Person die Frage nach einem künstlichen Gelenk im Raum steht. 

Da eine Operation nicht gerade für Vorfreude sorgt, habe ich angefangen, mich nach Alternativen umzusehen und bin dabei auf dieses Buch gestoßen. Zunächst einmal erklärt es viel über die Volkskrankheit Arthrose, zum anderen bietet es neben praktischen, leicht nachzumachende Übungen auch eine Vielzahl an Rezepten, die besonders gut für die Gelenke sein sollen. Hier geht es unter anderem nämlich auch darum, wie man Arthrose vorbeugen kann, indem man einige ungesunde Lebensgewohneheiten abstellt, auf die richtige Ernährung achtet und seinem Körper Bewegung gönnt und das wiederum ist auch für mich interessant.

Andererseits werden hier aber auch Nahrungsergänzungsmittel empfohlen, von denen ich reichlich wenig halte, da ich mich ohnehin schon sehr ausgewogen und gesund ernähre und überzeugt bin, diese nicht zu brauchen. Und was mir auch immer ein bisschen sauer aufstößt ist, wenn ich das Gefühl habe, dass die Autoren mit Sportgeräteherstellern zusammenarbeiten, denn wenn man alle Übungen ausführen möchte, muss man tief in die Taschen greifen und sich einiges an Geräten zulegen. Da kann man auch gleich seinen Pysiotherapeuten fragen, ob man dessen Behandlungsraum für eine Stunde mieten kann.

Ich denke, dass die hier erläuterte Theorie manchen die Augen öffnen wird und dass meine betroffnenen Familienmitglieder lieber erst einmal Ernährung und Sportgewohnheiten ändern werden (obwohl sie eh schon sehr gesund leben, aber man weiß ja nie), bevor sie sich unters Messer legen und ein künstliches Gelenk einsetzen lassen. Inwieweit die Theorie hier drin aber stimmt oder Quatsch ist, kann ich nicht beurteilen und ich denke, man sollte auch immer Rücksprache mit seinem Arzt halten, wenn man ohnehin schon wegen Arthrose oder ähnlichem in Behandlung ist.




~*~ Goldmann ~*~ 280 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-442-22225-4 ~*~ Paperback ~*~ 13,99€ ~*~ 16. Oktober 2017 ~*~ 

Montag, 12. Februar 2018

GAME OF HEARTS (1) - Geneva Lee

Quelle Blanvalet


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Manche Bücher sind einfach wie für einen gemacht. Eine Romeo & Julia - Lovestory im modernen Las Vegas wie Game of Hearts von Geneva Lee ist ein solches Buch und ich kann euch sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Die Thematik, die Autorin, das Cover, dieses Buch musste ich einfach lesen, daran führte kein Weg vorbei. 

Unsere Julia heißt in diesem Fall Emma Southerly und versucht auf einer Schule voller reicher IT-Girls zurecht zu kommen. Seit ihr Vater vom Casinobesitzer Nathaniel West betrogen wurde, geht es der Familie gleich in mehrer Hinsicht schlecht und Emma hat allen Grund, Wests Sohn Jameson mit Nichtachtung zu strafen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Jameson West ist unser Romeo und allein aufgrund seines Vaters eigentlich tabu für Emma, aber von allen Mädchen in Las Vegas verguckt er sich ausgerechnet in sie. 

Meine größte Kritik an diesem Roman ist eigentlich das Alter der Protagonisten. Emma ist nämlich erst 17 und die beiden lernen sich auf einer Schulfeier kennen. Nach Geneva Lees ersten Romanen habe ich eigentlich nicht damit gerechnet, dass die Portagonisten in ihrer neuen Reihe noch Kinder sind. Und leider verhalten sie sich auch wie Kinder. Ich hatte auf eine erwachsenere Liebesgeschichte gehofft, vor allem, wenn sie in Las Vegas spielt. Ich war zweimal in dieser Stadt, einmal als Kind und einmal als Erwachsene und es ist einfach so, dass man das Wesen der Stadt als Kind nicht erleben kann, weil alles verboten ist. So kam mir Game of Hearts also auch wie eine zensierte Liebesgeschichte vor. 

Inhaltlich hat mich der Roman ansonten gut unterhalten, wenn auch einiges zu gewollt daherkam. Diese Kinderliebesgeschichte mit Erotik und auch noch Krimielementen zu kombinieren, das war einfach zu viel und nicht immer glaubhaft. Vielleicht hätte man den Roman besser um weitere 100 Seiten gestreckt, um alles etwas zu entzerren, oder das eine oder andere Element lieber in den zweiten Roman gepackt. 

Nachdem mich Secret Sins so begeistert hat, war ich von Game of Hearts etwas enttäuscht, weil ich mir viel mehr davon erhofft hatte. Und am meisten stört mich einfach, dass die Protagonisten noch Kinder sind, das hatte ich nicht erwartet und das konnte ich dem Klappentext auch nicht entnehmen. 




~*~ Blanvalet ~*~ 288 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-7341-0483-1 ~*~ Klappenbroschur ~*~ 9,99€ ~*~ ~*~ Aus dem Amerikanischen von Charlotte Seydel ~*~ 18. Dezember 2017 ~*~ 



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Donnerstag, 8. Februar 2018

DIE AUSERWÄHLTE ~ BLACK DAGGER (2) - J. R. Ward

Quelle Heyne


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 ~*~*~*~*~*~*~*~  INHALT  ~*~*~*~*~*~*~*~


Sie sind füreinander bestimmt und dürfen dennoch nie zusammen sein: die schöne Auserwählte Layla und der Verräter Xcor. Während Xcor sich der Strafe der Bruderschaft stellt, will Layla um ihr Glück – und sein Leben – kämpfen. Denn sie kennt die Wahrheit, die Xcor retten könnte. Doch das Lüften seines Geheimnisses droht alles zu zerstören … Zerrissen zwischen Liebe und Loyalität, muss Layla sich entscheiden: für ihre Familie oder den einzigen Mann, den sie jemals lieben wird. 
(Quelle Heyne)

  ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~


Zweimal im Jahr ist es so weit und ein neuer Band der Reihe Black Dagger Brotherhood erscheint. Der neuste Band nennt sich Die Auserwählte und ist - wie immer - der erste Teil eines in zwei Bände gesplitteten Romans. Die Fortsetzung folgt im Frühahr diesen Jahres und ich hatte mir eigentlich vorgenommen, bis dahin zu warten und beide Bücher hintereinander zu lesen, aber dann konnte ich doch nicht länger warten. 

Die Auserwählte ist die Fortsetzung einer düsteren, melancholischen Liebesgeschichte und erzählt das erste Mal von einer Figur, die viele Fans der Serie sicherlich als unsympathisch erachten, als einen Antagonisten, einen der Bösen: Xcor. Seite für Seite erfahren wir, dass auch er ein Herz hat, dass er geliebt werden und lieben möchte und dass er gleichzeitig denkt, ein solches Glück nicht verdient zu haben, weshalb er sich auch in einem der Vorgängerbände von Layla getrennt hat. Doch das Schicksal hat größere Pläne mit ihnen, weshalb er aus der Gefangenschaft entkommen kann und erneut auf seine große Liebe trifft, deren Leben gerade aus den Fugen gerät. 

Neben Layla und Xcor gibt es wieder einige andere Erzählstränge, die fortgesetzt werden. Da sind einmal Quinn und Blay, die uns erzählen, wie sie Laylas Handeln aus ihrer Sicht wahrnehmen. Vishous spielt eine Rolle, ebenso wie Wrath, Thore, Trez und iAm. Und wieder einmal schafft J. R. Ward es, mich all diesen Figuren in eine andere Welt eintauchen zu lassen, sodass ich alles andere um mich herum vergesse. Diese düstere Atmosphäre, die auf jeder einzelnen Seite greifbar ist, die Figuren, die man über all die Bücher und Jahre liebgewonnen hat, die Schicksale, bei denen man mitgefiebert hat. Es ist immer wieder erstaunlich, dass ich diese Reihe schon seit so langer Zeit lese und meine Faszination für die Welt der Black Dagger noch kein Stück nachgelassen hat. Und so kann ich das Erscheinen von Band 30 wieder einmal kaum erwarten, um endlich zu erfahren, wie es mit Layla und Xcor weitergeht und ob sie ihr Happy Ending bekommen. 




~*~ Heyne ~*~ 352 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-453-31893-9 ~*~ Taschenbuc ~*~ 9,99€ ~*~ Aus dem Amerikanischen von Corinna Vierkant-Enßlin ~*~ 11. Dezember 2017 ~*~


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Sonntag, 4. Februar 2018

LASS MICH LOS - Jane Corry

Quelle Diana


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Lass mich los erzählt die Geschichte der jungen Anwältin Lily. Sie ist frisch mit dem Künstler Ed verheiratet, ein attraktiver Mann, dessen Gefühle für sie sie immer noch nicht nachvollziehen kann. Lily hält sich selbst für dick und  unattraktiv und ist daher auch schnell eifersüchtig, wenn ihr Mann mit anderen Frauen redet. Welch Ironie, dass ausgerechnet sie es dann ist, die Gefühle für jemand anderen entwickelt. Und nicht für irgendemanden, sondern für einen Mandaten: den des Mordes angeklagten Joe, der meint, neue Beweise für seine Unschuld gefunden zu haben. 

Lily ist aber nicht die einzige Protagonistin, da ist auch die kleine Carla, die in der Schule gemobbt wird, weil sie mit Akzent spricht und weil ihre Eltern kein Geld haben und Carla daher ein Federmäppchen stiehlt, erzählt hier ihre Geschichte. Weil ihre Mutter kaum Zeit für sie hat, ist Carla immer wieder bei Lily und Ed zu Besuch. Die Miete kann Carlas Mutter sich nur leisten, weil ihr Freund Larry für sie aufkommt. Larry, der fremdgeht und der von Carla dabei beobachtet wird und dadurch erpressbar wird. Erpressbar von einem kleinen Mädchen. Kann das gut ausgehen?

Diese Konstellation bildet den Grundstein der Geschichte und macht nur den ersten Teil aus, der 1998 stattfindet. Der zweite Teil spielt ganze 15 Jahre später, im Jahr 2003. Leider hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Buch, schon für die ersten 100 Seiten habe ich zwei Wochen gebraucht. Die Geschichte von Carla und Lily hat mich zwar interessiert, aber nicht fasziniert und mir hat einfach die Spannung gefehlt. Das hat sich zwar später im zweiten Teil gebessert, aber Lass mich los war für mich nie mehr als ein Drama. Die Bezeichnung 'Psychothriller' hat sich dieser Roman meiner Meinung nach nicht verdient, dazu fehlt es einfach an Spannung. Klar, psychologische Kniffe sind da und irgendwann wird es auch spannender, aber wirklich überzeugen konnte mich der Roman nicht.




~*~ Diana ~*~ 576 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-453-35938-3 ~*~ Taschenbuch ~*~ 10,99€ ~*~ Aus dem Englischen von Angelika Naujokat ~*~ 13. November 2017 ~*~ 


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